Kurz gesagt: Den größten Teil kosten nicht die Dämmung, sondern Eindeckung, Lattung und Blech. Eine Studie des Instituts Wohnen und Umwelt kam für ein gedämmtes Steildach auf 204 Euro pro Quadratmeter ohne Gerüst, allerdings mit Preisstand 2015. Seitdem sind die Preise deutlich gestiegen, allein im letzten Jahr um 7,6 Prozent bei Dachdeckungsarbeiten. Verlässlich wird der Preis erst mit einem Angebot nach Termin vor Ort.
Wofür wird das Geld bei einer Dachsanierung ausgegeben?
Das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) hat 148 abgerechnete Dachsanierungen ausgewertet. Steildach, Ziegel oder Dachstein, rund 19 Zentimeter Dämmung, von außen saniert. Das Ergebnis zeigt, wo das Geld landet:
| Arbeiten | Anteil an den Kosten |
|---|---|
| Traglattung und Neueindeckung | 34 Prozent |
| Dämmung mit Nebenarbeiten | 27 Prozent |
| Blechnerarbeiten | 16 Prozent |
| Abriss und Entsorgung | 12 Prozent |
| Dampfbremse | 7 Prozent |
| Konterlattung | 4 Prozent |
Die Dämmung ist also nur gut ein Viertel der Kosten. Laut IWU macht ein Zentimeter mehr Dämmung nur rund 2,77 Euro pro Quadratmeter aus. Wer schon neu eindeckt, sollte deshalb nicht an der Dämmung sparen. Gerüst, Dachfenster, Gauben und Schäden am Dachstuhl sind in diesen Zahlen nicht enthalten.
Was kostet eine Dachsanierung pro Quadratmeter?
Die Zahlen im Netz gehen weit auseinander, weil jeder etwas anderes mitrechnet. Zur Einordnung, mit Quelle und Stand:
| Quelle | Wert | Stand |
|---|---|---|
| IWU, gedämmtes Steildach komplett, ohne Gerüst | 204 € pro m² Dachfläche | Preise 2015 |
| BBSR, Dämmung bei Neueindeckung mit Lattung | 329 € pro m² | Beispielrechnung, ohne Datum |
| Verbraucherzentrale, Aufsparrendämmung vom Fachbetrieb | 250 bis 390 € pro m² | September 2026 |
Seit 2021 sind die Baupreise laut Statistischem Bundesamt um über 40 Prozent gestiegen. Im August 2026 waren Dachdeckungsarbeiten 7,6 Prozent und Zimmerarbeiten 7,2 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Alte Quadratmeterpreise sind deshalb heute zu niedrig.
Was macht eine Dachsanierung teurer?
- Die Eindeckung: Ziegel, Dachstein, Schiefer oder Metall unterscheiden sich deutlich im Preis.
- Viele Anschlüsse: Kamine, Kehlen, Gauben und Dachfenster brauchen Blech und Handarbeit.
- Das Gerüst: Bei kleinen Häusern kann es laut IWU über 50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche ausmachen.
- Schäden am Dachstuhl: Was ersetzt werden muss, sieht man oft erst beim Abdecken.
- Schadstoffe: Alte Faserzementplatten mit Asbest müssen fachgerecht entsorgt werden.
Wie komme ich zu einem verlässlichen Preis?
Mit einem Termin vor Ort. Wir schauen uns Dach, Dachstuhl und Anschlüsse an, nehmen Maß und schreiben Ihnen ein Angebot mit allen Positionen, vom Gerüst bis zum Blech. So sehen Sie genau, wofür Sie bezahlen.
Planen Sie die Förderung gleich mit ein. Für die Dämmung gibt es 15 Prozent Zuschuss oder 20 Prozent Steuerermäßigung, und gefördert wird mehr als nur die Dämmung selbst. Der Antrag muss aber vor dem Auftrag gestellt werden.
Kurze Antworten auf häufige Fragen
Was kostet eine komplette Dachsanierung?
Eine Studie des Instituts Wohnen und Umwelt kam für ein gedämmtes Steildach auf 204 Euro pro Quadratmeter Dachfläche ohne Gerüst, mit Preisstand 2015. Seit 2021 sind die Baupreise um über 40 Prozent gestiegen, Dachdeckungsarbeiten allein im letzten Jahr um 7,6 Prozent. Einen verlässlichen Preis gibt es nur mit einem Angebot nach einem Termin vor Ort.
Wie viel kostet eine Aufdachdämmung?
Eine Aufsparrendämmung vom Fachbetrieb kostet laut Verbraucherzentrale 250 bis 390 Euro pro Quadratmeter, Stand September 2026. Dazu kommen Gerüst, Blech und mögliche Arbeiten am Dachstuhl. Laut Institut Wohnen und Umwelt kostet jeder Zentimeter mehr Dämmung nur rund 2,77 Euro pro Quadratmeter, sparen lohnt sich an dieser Stelle kaum.
Wie viel Förderung bekomme ich für eine Dachsanierung?
Für die Dämmung zahlt das BAFA 15 Prozent Zuschuss auf förderfähige Kosten bis 30.000 Euro für die erste Wohnung, also höchstens 4.500 Euro ohne Sanierungsfahrplan. Wer selbst im Haus wohnt, kann stattdessen 20 Prozent der Kosten über drei Jahre von der Steuer abziehen. Den Antrag beim BAFA stellen Sie vor dem Auftrag.
Gibt es in 2026 eine Förderung für Dachdämmung?
Ja. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude zahlt 2026 weiter 15 Prozent Zuschuss auf die Dachdämmung. Seit 21. Juli 2026 gibt es den Bonus für einen Sanierungsfahrplan nur noch auf den Teil der Kosten über 30.000 Euro. Das Schrägdach muss nach der Sanierung einen U-Wert von höchstens 0,14 erreichen.
Ist eine Dachsanierung steuerlich absetzbar?
Ja, wenn Sie selbst im Haus wohnen. Nach § 35c Einkommensteuergesetz ziehen Sie 20 Prozent der Kosten ab, je 7 Prozent im Jahr der Fertigstellung und im Folgejahr, 6 Prozent im dritten Jahr, insgesamt höchstens 40.000 Euro. Das Haus muss älter als zehn Jahre sein, und die Rechnung wird per Überweisung bezahlt.
Dachsanierung bei Holzbau Keller
Wir sanieren Steildächer im Landkreis Ludwigsburg komplett aus einer Hand: Gerüst, Abdecken, Dämmung, Lattung, Eindeckung und Blech.
Quellen
- IWU, Kosten energierelevanter Bau- und Anlagenteile bei der energetischen Modernisierung von Altbauten, 2015
- BBSR, Beispielrechnung Steildach
- Verbraucherzentrale, Wärmedämmung richtig anpacken, Stand 28.09.2026
- Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 360 vom 9. Oktober 2026
- Förderrichtlinie BEG Einzelmaßnahmen vom 17. August 2026, BAnz AT 27.08.2026 B1
- § 35c Einkommensteuergesetz
